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Die Geschichte des R. Oldenbourg Verlags

Der Verlag wurde 1858 von Rudolf Oldenbourg (1811–1903) gegründet und war bis Anfang 2004 im Besitz der
Familie Oldenbourg. Seit 2004 gehört der Verlag zur Cornelsen Gruppe.

Das Gesamtprogramm der Oldenbourg Verlage umfasst derzeit rund 4.800 lieferbare Bücher und 50 Zeitschriften.

Verlagsgebiet Technik (seit 1858)
1858 Rudolf Oldenbourg gründet seinen Verlag mit der technischen Zeitschrift "Journal für Gasbeleuchtung und verwandte Beleuchtungsarten", einer der ersten technischen Fachzeitschriften in Deutschland. Die Zeitschrift erscheint heute unter dem Titel "Das Gas- und Wasserfach" als " gwf – Gas/ Erdgas " sowie als " gwf – Wasser/ Abwasser " und ist auch nach 150 Jahren noch die führende Publikation ihres Fachgebietes.
1860 Das "Handbuch für Steinkohlegasbeleuchtung" (Schilling) erscheint als erstes Buch des Verlages.
1881 Unter dem neuen Titel " Der Gesundheitsingenieur " erscheint die drei Jahre zuvor in einem anderen Verlag gegründete Zeitschrift bei Oldenbourg.Der "Kalender für das Gas- und Wasserfach" erscheint erstmals. Seit der 86. Auflage 1998 kommt er unter dem Titel "Jahrbuch Gas und Wasser" mit CD-ROM heraus.
1883 Das von Pettenkofer begründete "Archiv für Hygiene" beginnt zu erscheinen.
1897 Der "Kalender für Gesundheitstechnik" erscheint zum ersten Mal. Die 72. Ausgabe unter dem Titel Recknagel/Sprenger, " Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik" erscheint im Jahr 2004.
1906 Das erste der "Illustrierten Technischen Wörterbücher" erscheint, es folgen weitere 15 Bände.
1923 Die Veröffentlichung von Oberth "Die Rakete zu den Planetenräumen" verlangt von Autor und Verleger viel Mut in einer Zeit, als die Erforschung des Weltraumes von der Wissenschaft als Kindertraum belächelt wird. Das Buch legt jedoch den Grundstein für die moderne Weltraumforschung. Viele Wissenschaftler (u.a. W. v. Braun) treten mit dem Autor in Kontakt und fühlen sich ihm verpflichtet.
1925 Imhoff veröffentlicht sein "Taschenbuch für Kanalisationsingenieure" bei Oldenbourg. 1999 erscheint die 29. Auflage als Imhoff, "Taschenbuch der Stadtentwässerung".Walter Hohmann veröffentlicht sein Werk "Die Erreichbarkeit der Himmelskörper" bei Oldenbourg. Auch dies ist ein großes verlegerisches Wagnis. Bis heute wird das Buch in den USA, in Russland und in Deutschland immer wieder nachgedruckt. Hohmanns Werk wird 1970 weltweit gewürdigt: Ein Mondkrater trägt seither seinen Namen.
1938 Keinath gründet sein "Archiv für technisches Messen". Es erscheint heute als die Zeitschrift " tm – Technisches Messen ".Im gleichen Jahr erscheint von Sänger die "Raketenflugtechnik".
1944 Die 1. Auflage von Oldenbourg/ Sartorius, "Dynamik selbsttätiger Regelungen" erscheint, die 2. Auflage folgt 1951.
1953 Die Zeitschrift "Regelungstechnik" wird gegründet – sie erscheint heute unter dem Titel " at – Automatisierungstechnik ", gefolgt und ergänzt 1958 von der Zeitschrift "Regelungstechnische Praxis", heute " atp- Automatisierungstechnische Praxis ".
1955 Wiederum mit sicherem Gespür für aktuelle Themen veröffentlicht Oldenbourg Dosses "Transistor".
1959 Die Zeitschrift " it – Information Technology " wird als "eR – Elektronische Rechenanlagen" gegründet.
1960 Der "Grundriss der praktischen Regelungstechnik" von Samal erscheint erstmals und wird schnell zum Standardwerk.
1988 Oldenbourg kauft den Vulkan Verlag in Essen.
1993 Der Vulkan Verlag gründet die Zeitschrift " Industriearmaturen ".Die Zeitschrift "MSR – Messen, Steuern, Regeln" aus dem Verlag Technik, Berlin, wird mit der Oldenbourg-Zeitschrift " at – Automatisierungstechnik ", gefolgt und ergänzt 1958 von der Zeitschrift "Regelungstechnische Praxis", heute " atp- Automatisierungstechnische Praxis " zusammengeführt.
heute Das Technik-Programm des Oldenbourg Industrieverlages und des Vulkan Verlages umfasst heute ca. 950 lieferbare Buchtitel und 15 Zeitschriften der Fachgebiete– Umwelttechnik– Versorgungstechnik– Haustechnik– Automatisierungstechnik.

Verlagsgebiet Wissenschaft (seit 1859)
1859 Mit Heinrich von Sybel als Herausgeber begründet Rudolf Oldenbourg die " Historische Zeitschrift ". Sie erscheint zunächst bei Cotta, seit 1869 im R. Oldenbourg Verlag.
1864 Der erste Band der "Geschichte der Wissenschaften in Deutschland" erscheint. 1912 wird der letzte, 24. Band veröffentlicht.
1871 Paul Heyse gibt gemeinsam mit H. Kurz und L. Laister die Reihen– Deutscher Novellenschatz (1871–1875, 24 Bände)– Neuer Deutscher Novellenschatz (1884–1887, 24 Bände)– Novellenschatz des Auslandes (1877–1884, 14 Bände) heraus.
1903 Das "Handbuch der mittelalterlichen und neueren Geschichte", herausgegeben von v. Below und Meinecke erscheint bis 1929 in 20 Bänden.
1925 Bis 1934 erscheint das "Handbuch der Philosophie" in 4 Bänden.
1934 Der erste von 20 Bänden der "Geschichte der Völker und Staaten" erscheint.
1953 Vom "Abriss der Weltgeschichte" erscheint der erste Band.
1954 In 4 Bänden wird bis 1968 Ritter, "Staatskunst und Kriegshandwerk" veröffentlicht.
1958 "Die Internationale Politik" – Jahrbücher des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik beginnen zu erscheinen.
1969 Kittel, "Einführung in die Festkörperphysik" wird in deutscher Übersetzung veröffentlicht.
1971 Die berühmten Feynman-Vorlesungen über Physik erscheinen in einer zweisprachigen Ausgabe (deutsch-englisch), später in der deutschsprachigen Ausgabe.
1978 Biergans "Einkommensteuer und Steuerbilanz" erscheint als erstes Werk des seither kräftig gewachsenen Verlagsgebietes Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die Zeitschrift " Soziologische Revue " wird gegründet.
1979 Der erste Band von "Oldenbourg Grundriss der Geschichte" erscheint.
1980 Schierenbeck, "Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre" wird zum Standardwerk.
1982 Das "Lexikon der Informatik und Datenverarbeitung", herausgegeben von H.-J. Schneider erscheint.
1983 Oldenbourg übernimmt von der Akademischen Verlagsgesellschaft einige Buchwerke und wissenschaftliche Zeitschriften, darunter so traditionsreiche Blätter wie " Zeitschrift für Physikalische Chemie " (gegr. 1887) und " Zeitschrift für Kristallographie " (gegr. 1877).
1988 Der erste Band des "Handbuch für Informatik" erscheint.Der erste Band der "Enzyklopädie deutscher Geschichte" erscheint.
1993 Vereinigung der beiden Ausgaben der " Zeitschrift für Physikalische Chemie " (Neue Folge, Frankfurt und Leipziger Ausgabe des Verlags Teubner, Leipzig).
1996 Kauf des Harald Boldt-Verlags, Boppard.Die großen Akteneditionen wie
– "Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung"
– "Der Parlamentarische Rat"
– "Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts"
– "Akten der Reichskanzlei" ergänzen das Oldenbourg-Verlagsprogramm in bester Weise.
1997 Oldenbourg kauft das geisteswissenschaftliche Verlagsprogramm des Akademie Verlags, Berlin und führt den Verlag am Standort Berlin fort. Das Programm des Akademie-Verlags umfasst rund 1.000 lieferbare Titel und Zeitschriften, u.a.– "Deutsche Zeitschrift für Philosophie"– "KLIO Beiträge zur Alten Geschichte".
1998 Der Akademie Verlag übernimmt die "Marx-Engels-Gesamtausgabe" vom Dietz-Verlag.
2000 Der erste Band der Reihe "Oldenbourg Geschichte Lehrbuch" zur Frühen Neuzeit erscheint.
2001 Es erscheint das Gründungsheft der " i-com ", der Zeitschrift für interaktive und kooperative Medien.
2004 Die Oldenbourg Verlagsgruppe wird Teil der Cornelsen Gruppe.
2007 Im Bereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erscheint mit economag.de das erste kostenfreie, monatlich erscheinende und zitierfähige Wissenschaftsmagazin für Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.
heute Das Programm des Oldenbourg Wissenschaftsverlages und des Akademie Verlages umfasst rund 3.500 lieferbare Titel – Monographien, Editionen, Lehr- und Handbücher – und 32 Zeitschriften der Fachgebiete– Geschichte, Zeitgeschichte, Politik– Philosophie– Wirtschafts- und Sozialwissenschaften– Mathematik, Physik– Informatik, Informationstechnik– Elektrotechnik, Maschinenbau.

Verlagsgebiet Schulbuch (seit 1873)
1873Oldenbourg übernimmt von Pustet die Pacht von Verlagsrechten des früheren (staatlich-bayerischen) Zentral-Schulbuchverlags.
1875Das erste Rechenbuch und die erste Sprach- und Rechtschreiblehre erscheinen.
1904Oldenbourg kauft die restlichen Verlagsrechte des früheren staatlichen Schulbuchverlags.
1923Die erste Auflage von Brückls "Mein erstes Buch" erscheint und entwickelt sich zu einer außerordentlich erfolgreichen Lesefibel.
1962Der erste Teil der erfolgreichen Grundschulfibel "Fibelkinder" erscheint mit den Illustrationen von Ali Mitgutsch.
1976"Sprich mit uns", das Grund- und Hauptschulwerk für ausländische Schüler, beginnt zu erscheinen.
1987Der erste Band der Grundschulfibel "Mimi die Lesemaus" erscheint, eines der erfolgreichsten Grundschulwerke am Markt. Nach der Wende 1990 wird das Buch auch in den neuen Ländern lernmittelfrei zugelassen. Es ist damit die erste Fibel, die in allen Ländern der Bundesrepublik eingesetzt wird.
1994"Der Stowasser – Lateinisch-Deutsches Schulwörterbuch" erscheint als Lizenzausgabe in der Umschlaggestaltung von Friedensreich Hundertwasser.
1997Übernahme des Schulbuchprogrammes des Ehrenwirth-Verlags
1998Oldenbourg kauft vom Bayerischen Staat den Bayerischen Schulbuchverlag, der 1946 als Staatsverlag gegründet wurde.
1999 Die R. Oldenbourg Verlag GmbH vereinigt drei unabhängige GmbHs mit ihren jeweiligen Tochterfirmen unter einem Dach: Oldenbourg Industrieverlag GmbH, Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH, Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH.
2004 Seit Mai 2004 gehört die R. Oldenbourg Verlag GmbH zur Cornelsen Verlagsgruppe Berlin.
2005 Oldenbourg übernimmt das Programm des Pädagogischen Zeitschriftenverlags Berlin.
2007 Übernahme der Zeitschrift "klein&groß" vom Beltz Verlag Weinheim.
Seit dem 1.10.2007 ist die Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH an der Brigg Pädagogik Verlag GmbH als Mehrheitsgesellschafterin beteiligt.
heute Das Programm des Oldenbourg Schulbuchverlages und des Bayerischen Schulbuchverlages umfasst rund 2.500 lieferbare Titel und 12 pädagogische Zeitschriften – für alle allgemein bildenden Schulen und Schulstufen, für alle Länder der Bundesrepublik Deutschland sowie die Schweiz und Österreich.




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