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Dieter Pohl
Gleichschaltung und Anpassung. Veröffentlichungen zur SBZ-/DDR-Forschung im Institut für Zeitgeschichte
2001. X, 414 S., Ln.
€ 69,80
ISBN 978-3-486-56532-4
Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 50
Im ersten Nachkriegsjahrzehnt wurde das deutsche Rechtswesen unter der
Herrschaft von sowjetischer Besatzungsmacht und SED grundlegend
verändert; die Justiz entwickelte sich zum Werkzeug der kommunistischen
Diktatur. Den Prozeß von Gleichschaltung und Anpassung schildert und
analysiert Dieter Pohl am Beispiel des Landes Brandenburg und seiner
Nachfolge-Bezirke. Dabei wird deutlich, daß die Justiz zunächst
keineswegs völlig kommunistisch durchdrungen war. Nicht die
Entnazifizierung, sondern erst die Etablierung von Lenkungsmechanismen
und ein zweiter personeller Austausch machten die Gerichte systemtreu.
Das Ergebnis zeigte sich in den politischen Prozessen ab 1949/50, die
echte und vermeintliche Gegner des SED-Regimes massenhaft hinter Gitter
brachten. Zur historischen Einordnung der Justiz in der DDR dient ein
abschließender Vergleich mit anderen Diktaturen.
| Preis: € 69,80 | | Status: lieferbar |
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